Turnierhundesport (THS)

Leichathletik für Mensch und Tier

Gewissermaßen als erste "Funsportart" abseits der klassischen Vielseitigkeit entwickelte sich im Zuge der Breitensportwelle in den siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts der Turnierhundesport. Zu Beginn waren auch hier Elemente des traditionellen Hundesports wie Gehorsamsübungen oder das Bewachen von Gegenständen enthalten.I
Der THS bietet sich als Sportart für die ganze Familie an, denn Sport mit dem Hund macht allen Beteiligten Spaß.
THS bedeutet aktive und sinnvolle Freizeitgestaltung, Erholung, sportliche Ertüchtigung, Wettkampferlebnis, lernen mit Erfolg und Niederlage umzugehen. Vor allem die Bewegung kommt in dieser Sportart mit seinen Disziplinen wie Geländelauf, Vierkampf und CSC nicht zu kurz.
Auch zeichnen sich alle Teile durch messbare Leistungsanforderungen, die an die natürlichen Veranlagungen und das Lernvermögen des Hundes angepasst sind, aus.
Es spielt auch überhaupt keine Rolle, welchen Hund man hat, egal ob groß oder klein, Rassehund oder Mischling, Rüde oder Hündin, im THS kann jeder mitmachen.

Da es eine Unterteilung in männlich und weiblich und in verschiedene Altersklassen bei den Hundesportlern gibt, wird auch bei diesen jeder angesprochen und eine angepasste Bewertung wird möglich.
 

Der Hundeführer

Wie sollte der ideale Hundeführer "beschaffen" sein? Den idealen Hundeführer gibt es natürlich nicht. Wichtigste Voraussetzung, die der Hundeführer mitbringen sollte, ist die Freude an der Arbeit mit dem Hund. Nur der Hundeführer, der selbst mit Spaß bei der Sache ist, kann seinen Hund entsprechend motivieren. Mit Zwang geht im Turnierhundsport nichts.Weder im Training noch im Wettkampf wird die "Sportskanone" erwartet. Durch sportlichere Hundeführer darf man sich nicht entmutigen lassen, denn nicht nur die sportliche Leistung ist wichtig, sondern der Spaß an der Sache.

Der Hund

Welcher Hund eignet sich am "besten" ?
Diese Frage kann man recht einfach beantworten: Vom Grundsatz her jeder! Hunde aller Rassen und jede Art von Mischling sind für den Turnierhundsport geeignet. Allerdings gibt es bei den ganz großen und schweren Rassen und den absoluten Zwergen Probleme. Beide Extreme haben sicherlich auf Dauer Schwierigkeiten die Hürden und Hindernisse zu überwinden und stoßen damit an die Grenzen ihrer körperlichen Belastbarkeit. Das trifft insbesondere dann zu, wenn diese Hunde sich bisher nicht "sportlich" betätigen durften. Bei "HD"-gefährdeten Rassen sollte der Hund durch einen erfahrenen Arzt untersucht (geröngt) werden, bevor er mit dem Turnierhundsport beginnt.
 

Wettkampfarten

Im THS gibt es grundsätzlich vier Disziplinen.

  • Zum Ersten wäre der Geländelauf (GL) zu nennen. Dieser wird in zwei Streckenlängen durchgeführt, über 2.000 m und über 5.000 m.
  • Als zweite und "Königsdisziplin" gibt es den Vierkampf (VK)Vierkampf.
  • Als Ableitung aus der Abteilung Hindernislauf des VK gibt es als dritte Disziplin das Hindernislauf-Turnier (HL). Besonders anspruchsvoll und auch publikumswirksam ist die vierte Disziplin, der Combination Speed Cup (CSC).


Die Wettkämpfe

Grundsätzliches

Der Ablauf und die Bewertung der Wettkämpfe ist in der Turnier-Ordnung des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH) geregelt.
Für alle Wettkämpfe werden die Teilnehmer in 8 Altersklassen und getrennt nach Geschlecht bewertet. Die einzelnen Altersklassen sind:

1. Jüngstenklasse (AK 10): bis zum vollendeten 10. Lebensjahr
2. Jugendklasse (AK 11): ab dem 11. Lebensjahr
3. Juniorenklasse (AK 15): ab dem 15. Lebensjahr
4. Aktivenklasse A (AK 19): ab dem 19. Lebensjahr
5. Aktivenklasse B (AK 30): ab dem 30. Lebensjahr
6. Altersklasse A (AK 41): ab dem 41. Lebensjahr
7. Altersklasse B (AK 51): ab dem 51. Lebensjahr
8. Seniorenklasse (AK 61): ab dem 61. Lebensjahr

Allgemeine Bestimmungen :

Hunde dürfen ab einem Alter von 12 Monaten an den Wettkämpfen teilnehmen. Allerdings sollte man bei großen Rassen den Abschluß des Knochenwachstums abwarten. Läufige Hündinnen sind von den Wettkämpfen ausgenommen.
Weitere Grundbedingung zur Teilnahme an Wettkämpfen, und üblicherweise auch am Trainingsbetrieb, ist der Abschluß einer Haftpflichtversicherung und der Nachweis einer den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Tollwutimpfung.
Im Wettkampf dürfen die Hunde nur mit Halsbändern geführt werden, die nicht auf Zug gestellt sind. Stachel- und Krallenhalsbänder sind verboten. Im Geländelauf ist die Leinenlänge auf 2 m beschränkt. Die Leine ist im Wettkampf immer mitzuführen.
Es sind nur Sportschuhe ohne (keine Schuhe mit Schraubstollen) oder mit angegossener Multinockensohle (min. 12 Nocken) aus Gummi erlaubt.

Das Mitführen von triebfördern
den oder zum Locken geeigneten Mittel (Spielzeug/Futter) ist verboten. Ebenso ist das Tragen von Bauchtaschen bei der Gehorsamsübung nicht erlaubt.
Für den Hundeführer und den Besitzer des Hundes muß eine gültige Mitgliedschaft in einem dem VDH/FCI angeschlossenen Verein/Verband nachgewiesen werden.
Also hoch vom Sofa und raus auf den Hundeplatz !

     

Geländelauf

Joggen in der freien Natur, und das mit unserem vierbeinigen Freund!
Ein Erlebnis für beide, das dazu noch gute Voraussetzungen für ein gegenseitiges Verständnis von Hund und Hundeführer schafft und bei dem wir etwas für unser körperliches Wohlbefinden tun können, ein Ausgleich für unsere Tätigkeit im Berufsleben.
Das Erlebnis des Siegen über die eigene Faulheit! Geländelauf mit dem Hund ist ein Sport, der in der freien Natur zu jeder Jahreszeit und ohne großen Kostenaufwand ausgeübt werden kann. Laufen zusammen mit dem Hund soll ein harmonischer gemeinsamer Bewegungsablauf sein, das Laufen soll nicht zu einer Strapaze für Hundeführer und / oder Hund werden. Der Hund läuft schön bei Fuß an lockerer Leine bzw. mit Bauchgurt und Brustgeschirr .Dies erfordert vom Läufer einige Kondition und vom Hund ein dem Lauftempo angepasstes Verhalten. Eine Ausbildung im Gehorsam ist hier beim Hund Grundvoraussetzung für einen Laufspaß ohne ziehen oder zerren und ohne andere Läufer oder Spaziergänger zu belästigen.
Hierzu lernen die Hunde in den Trainingsstunden bei der Gruppenarbeit, sich an Artgenossen zu gewöhnen, ohne gleich auszurasten, auch wenn ein anderer Hund sich nicht gut erzogen verhält . Jeder gesunde Hund, gleich ob groß oder klein, Rassehund oder Mischling, bringt von sich aus die Voraussetzungen zum Lauftraining mit. Der angeborene Bewegungsdrang und die Freude am Laufen mit der "Meute", z.B. mit der ganzen Familie oder in einer Gruppe, erleichtern den Einstieg in diese Sportart .
Als Belohnung für Trainingsfleiß und für den Einsatz im Wettkampf bekommt jeder Teilnehmer, je nach gelaufener Zeit, eine Punktegutschrift im Sportpass eingetragen.
Der beste Teilnehmer in seiner Altersklasse bekommt meist einen Preis (Pokal).
 

Vierkampf

Diese Disziplin ,wird auch Königsdisziplin im THS genannt, da hier sowohl ein guter Gehorsam des Hundes, wie auch eine gewisse Schnelligkeit des Hundeführers, speziell aber die harmonische und fehlerfreie Zusammenarbeit beider gefragt sind.
Wie der Name schon sagt, besteht dieser Wettbewerb aus vier Abteilungen:
 

1. Gehorsam

Der Hundeführer muss mit seinem Hund zuerst angeleint, dann ohne Leine eine vorgegebene Strecke ablaufen. Dabei muss der Hund freudig bei Fuß mitgehen, darf sich nicht ablenken lassen und darf nicht abweichen.
Danach muss der Hund jeweils eine Sitz- und Platzübung ausführen, bei der er einmal abgeholt und einmal abgerufen wird. Mit dem Training zu diesen Aufgaben ist schon ein wichtiger Schritt in Richtung "Gehorsam für den Alltag" getan. Gleichzeitig kann man hier schon feststellen, ob der Ausbildungsstand des Hundes soweit gefestigt ist, dass er bei den sportlichen Abteilungen in der Hand des Hundeführers steht .

2. Hürdenlauf

Der Hürdenlauf verlangt vom Hundesportler zweierlei: Schnelligkeit und Koordination, denn Hundesportler und Hund sollen auf gleicher Höhe laufen, wobei der Hund zusätzlich 3 Hürden von 40 cm Höhe auf einer Strecke von 50 m zu überspringen hat
Vorprellen oder Nachhängen von Hund oder Hundeführer sowie Abwerfen der Stangen gilt als Fehler (= zusätzliche Laufsekunden). Wer den natürlichen Bewegungsdrang der Hunde kennt, die gerne mit dem Meute- (Hunde-)führer um die Wette jagen, wird verstehen, dass der Hundesportler zur vorschriftsmäßigen Ausführung mit seinem Hund trainieren, trainieren und nochmals trainieren muss.

3. Slalomlauf

Bei diesem 75m langen "Zick-Zack-Kurs" geht es darum, trotz des schnellen Lauftempos, den Hund sicher durch die 140 cm breiten Slalomtore zu lenken. Hund und Hundeführer dürfen, um Strafpunkte zu vermeiden, keines der 7 Slalomtore auslassen. Das erfordert einen gut ausgebildeten Hund, der möglichst eng "bei Fuß" zusammen mit seinem Hundeführer durch die Tore läuft. Nur so kann die Ideallinie zwischen den Toren gefunden werden, dies bedeutet auch ein ständiges Tempodrosseln vor den Toren und Beschleunigen nach den Toren. Das Ganze kostet doch etwas Kraft, bringt den Sportler außer Atem und erfordert ein gekonntes Aufbautraining.

4. Hindernislauf

Acht Hindernisse muss der Hund auf der 75m langen Strecke bewältigen, während der Hundesportler parallel zur Hindernisbahn mitläuft. Da gilt es für den Hund eine Hürde und eine Schrägwand oder Treppe zu überspringen, danach durch einen Tunnel und über einen Laufsteg zu laufen, eine Tonne zu überspringen, einen Reifen zu durchspringen, einen Hoch-Weitsprung auszuführen und zuletzt nochmals eine Hürde zu bewältigen. Das macht den Hunden einen unbändigen Spaß und vielleicht müssen ja "Herrchen" oder "Frauchen" ganz schön nach Luft ringen, wenn sie das Tempo ihres Hundes mithalten wollen, denn es gilt immer die Laufzeit desjenigen, der zuletzt durchs Zielläuft. Es gilt auch hier, gezielt und regelmäßig zu trainieren, um beim Wettkampf Strafpunkte für ausgelassene Hindernisse zu vermeiden.

 

CSC (Combination Speed Cup)

Auf Deutsch läßt sich die Disziplin am besten mit Kombinations-Geschwindigkeits-Wettbewerb beschreiben.
Beim CSC ist die ganze Freude am Zusammenspiel Hund/Mensch ersichtlich, auch für das Publikum, und so wirkt dieser neuere Zweig des THS der ständig aufkommenden Hundefeindlichkeit entgegen. Die läuferischen Elemente des Vierkampfes wurden hier zu einem in sich geschlossenen Gesamtparcours verbunden, ergänzt um drei weitere Hindernisse.
Der CSC ist für Hunde aller Art und Größen geeignet. Die Sektionen 1-3 sind in ihrer Anforderung deshalb sehr unterschiedlich.
Im THS fehlte bisher ein echter Mannschaftswettkampf. Mit dem CSC wurde hier die Möglichkeit eines Staffellaufes geschaffen. Jeder läuft eine Sektion und gibt nach Zieldurchlauf den Start für den nächsten Läufer frei. Drei Teilnehmer bilden hierbei eine Mannschaft die zusammen den anspruchsvollen Parcours als zu absolvieren haben.

 

Shorty


Ausführung


Der Shorty ist ein Kurzbahn-CSC und wird gebildet aus den bekannten Elementen und Gerätekonfigurationen des CSC. Der Shorty ist ein Mannschaftswettkampf für Zweier-Teams, der auch auf begrenzten Sportflächen (z.B. in kleineren Hallen) in 2 Sektionen ausgetragen werden kann.

Die Geräteanordnung und der Shortyablauf sind aus nachfolgendem Plan für den Standardaufbau, der bindend ist, ersichtlich. Wie zu ersehen ist, ist der Aufbau des Shorty völlig unkompliziert und wenig zeitaufwendig.

Die Kreuzung von Sektion 1 und 2 bildet beim Standard-Shorty der Tunnel in der Sektion 1, über den die Schrägwand in der Sektion 2 führt. Abweichungen vom Standardaufbau sind in der Ausschreibung anzugeben, da nur für den Standardaufbau bei maximal zwei Durchgängen Punkte zur Sportpasseintragung berechtigen.

Alle Regeln für Startfreigabe, Wechsel, Frühstart, Fehlerbewertung und Platzierung sind gleich wie beim CSC.

Zeitnahme

Beginn Start 1 (Sektion 1)

Ende Zieltor (Sektion 2)

Bewertung:

Die Laufzeiten werden mit der Stoppuhr oder elektronisch gemessen. Gemessen wird die Laufzeit zwischen Abgang Start/Sektion 1 und Überschreiten der Ziellinie/Sektion 2 durch den letzten Partner (HF oder Hund). Start-, Ziel- und Wechseltor müssen von beiden - HF und Hund - in Laufrichtung durchlaufen werden. Laufzeit plus Fehlersekunden ergeben die Gesamtzeit.

Fehlerwertung

Für jede Sektion ist möglichst ein Wettkampfbeobachter zu stellen, der evtl. Fehler in der ihm zugeordneten Sektion zu protokollieren hat. Fehler werden als Fehlersekunden der Laufzeit zugerechnet. Fehlerhaft bewältigte Hindernisse oder beim Auslassen derselben ist eine Wiederholung nicht möglich. Fehlerbewertung an den Hindernissen und Frühstart bei Sektionswechsel sind gleich wie beim CSC.

Platzierung / Siegerermittlung

Die Platzierung erfolgt nach der schnellsten Gesamtzeit. Besteht Zeitgleichheit, so ist gleich zu platzieren. Die dadurch freigewordenen Platzierungen werden nicht vergeben.

 

Logo V.S.G. Offenbach
Allgemein
24.02. 16:00 19:00
Obedience Training
25.02. 11:30 12:00
Junghunde Kurs
25.02. 12:30 13:30
Welpentreff
25.02. 14:30 15:15
Cafeteria
Turniere
28.04.
Obedience Kreismeisterschaft
16.06.
Agilityturnier in A1, A2 & A3
23.06.
Agilityturnier in A1, A2 & A3
24.06.
Agilityturnier in A1, A2 & A3
Seminare
04.05.
Obedience Trainingstage am 04. & 05.05.2012
06.05.
Obedience Trainingstage am 06. & 07.05.2012
14.06.
Vier Tage Agility-Seminar/Workshop mit Thomas & Monika, Hinky & Sabine